Die Verführung im Treppenhaus

Interview mit einem Casanova

In diesem Artikel will ich die geheimen Tipps von den “Casanovas” erfahren, dazu interviewt Der Dateknigge die Experten, die hier ihre Tipps und Tricks zum Thema Verführung verraten. Einer von Ihnen ist der 36 Jährige Wahlberliner und IT-Spezialist.

Für mich ist die Eroberung einer Frau keine Treppe, die nur ein Ziel hat. Sondern eher ein Labyrinth.

Das Spiel der Verführung ist eines bei dem Mann gar kein Ziel haben sollte, außer das Spiel zu geniessen. Es geht nicht darum mit jeder Frau, mit der man flirtet auch zu schlafen. Mir ist es egal, ob ich mit einer Frau sofort schlafe, oder erst später oder nie. Ich schau immer wie es sich entwickelt, die Verführung ist praktisch keine Treppe, die nur ein Ziel hat – sondern ein Labyrinth. Eines bei dem man unterschiedliche Sachen findet.

Es gibt aber einen Tipp, den ich den Männern geben kann.

Geheimtipp: Nutze die Macht der ungewöhnlichen Orte

Ich mag zum Beispiel Treppenaufgänge. An dem Punkt, wo ich mit der Frau einen tollen Abend hatte, und sie mich einlädt noch bei Ihr etwas zu trinken und zu “quatschen”, warte ich nicht bis ich in ihrer Wohnung bin. Das Treppenhaus ist perfekt, vorallem nachts. Kurz nach ihrer Haustür gibt es im Treppenhaus die Möglichkeit “zuzugreifen”. Ich schaue ihr in die Augen und ziehe sie zu mir, oder drücke sie an die Wand und mache mit ihr rum, für 2 Minuten. Ohne Worte. Dabei bin ich aufmerksam, dass ich die Frau nicht erschrecke. Das Gute ist, es ist ein halbprivater Raum – es ist zwar IHR Treppenhaus, aber noch nicht ihre Wohnung. Es ist quasi eine demilitarisierte Zone. Es ist leichter dort direkt auf den anderen zuzugehen, als in der Wohnung. Aber auch wieder aufregender, weil ja der Nachbar kommen könnte.

Außerdem kann ich hier sehr effektiv testen, ob sie mag oder nicht.
Wenn sie mich wegschubst, dann kann ich einlenken und sagen:

“Oh ich bin müde, ich geh nach Haus” und verabschiede mich mit: “Wir sollten den schönen Abend wiederholen.”

Oder aber sie macht mit und sagt komm mit, dann kann ich hinter ihrer Wohnungstür richtig loslegen.

Dabei muss man jedoch sehr bewusst vorgehen und signalisieren, dass es eine gewollte Verführung ist. Auch wenn ich mit einer Frau nachts die Straße entlang gehe, ziehe ich sie manchmal in einen düsteren Hofeingang hinein. Mache mit der Frau das gleiche Spiel, aber signalisiere, dass ich auch einfach wieder losgehen kann. Weiter in die gleiche Richtung. Das gibt der Frau zu verstehen, dass ich entscheide, wann wir anfangen und wann wir aufhören. Sie versteht so, dass ich nicht gleich mit ihr schlafen möchte und auch wieder loslassen kann.

Das Allerwichtigste ist, der Frau das Gefühl zu vermitteln, dass Mann es nicht nötig hat, mit Ihr Sex zu haben. Der Frau zu zeigen, dass es eine Wahl ist. Mann sollte die ganze Zeit die Grenzen der Frau respektieren, jedoch ab und zu testen, wie er sie erweitern kann. Es ist ja ein Spiel im sozialen Rahmen.

Wenn die Frau dann fragt:” Was war das denn jetzt” dann sage ich: “Was denn?, achso, mir war gerade danach” oder “Ich mag ne kleine Mahlzeit zwischendurch.”

Für das Spiel mit den ungewöhnlichen Orten eignen sich nicht nur Treppenhäuser. Auch Fensterbretter, Umkleidekabinen und natürlich Toiletten im Flugzeug oder der Bahn. Ungewöhnliche Orte machen an, und die Dialoge meistens auch.

Es gab mal einen Dialog, mit einer Frau, die ich beim 4. Date in ihrem Treppenaufgang ausgezogen habe:

“Nein das geht nicht, es kommt gleich jemand vorbei”
“Es kommt keiner vorbei, es ist 4 uhr früh”
“ööhm… nein das geht nicht, ich hab periode”
“na und? stört mich nicht”
“äääh… nein das geht nicht, meine mutter ist bei mir zu besuch”
“na dann müssen wir halt hier fertig werden”

Die liebe Liebe oder vom Leben ohne Erwartungen

Die Liebe ist der erste Schritt zur Selbstverwirklichung. Ohne Liebe, oder ohne die Liebe gefunden zu haben, fallen alle anderen Dinge außerordentlich schwer, vor allem das Lachen. Wir merken es in der U-Bahn und sehen es den Menschen förmlich an, wer vor Freude strahlt oder wer nur vor sich hin lebt.

Viele von uns suchen nach der Liebe in einem anderen Menschen. Doch in Wirklichkeit steckt die Liebe in uns selbst. Nur in unserem eigenen Herzen können wir die Liebe finden und nur wenn wir uns selbst lieben, können wir anderen zeigen, wie schön es sein kann uns zu lieben. Sich selbst zu lieben, bedeutet sich auch selbst zu akzeptieren und sich in seiner Ganzheit zu umarmen. Sich mit all seinen kleinen Macken und Ecken gern zu haben. Es nützt nichts, wahre Liebe kommt aus uns selbst und nur diejenigen, die sich selbst als liebenswerte Menschen erkennen, können auch in anderen die Liebe wecken und mit Ihnen die Liebe teilen.

Es ist nicht egal, wen wir lieben, wenn wir uns selbst lieben. Denn jeder Mensch hat nun mal andere Ecken und Kanten. Genauso wie wir selbst akzeptiert werden wollen, können wir auch nur den anderen akzeptieren, in seiner ganzen Art und Weise zu sein. Nur dann kann sich wahre Liebe einstellen, eine Spirale des Glücks, die sich nie aufhört. Wir lieben uns und teilen die Liebe mit den anderen. Leidenschaftliche Liebe hat auch einen schwierigen Teil, den der Erwartungen. Sobald die Liebe oder der Andere fast schon selbstverständlich wird und wir stillschweigend davon ausgehen, dass es auf diese Weise endlos weiterläuft, wird es zu einer Routine. Eine Routine, die dem anderen nicht mehr gerecht wird und nicht mehr die Wertschätzung ermöglicht.

Wahre Liebe lässt los von den Erwartungen und auch von den Routinen, denn Menschen entwickeln sich weiter und wollen dabei auch akzeptiert werden und geliebt werden. Gerade Männer in meinem Alter haben oft großes vor und viele Frauen, die diese Visionen nicht teilen oder die Motivation nur schwer nachvollziehen können, wirken dann leicht wie ein Hindernis auf dem Weg zur Selbstverwirklichung. Wie soll Mann dann wissen, dass Frau ihn wirklich liebt, wenn sie ihn nicht zu verstehen scheint. Liebe bedeutet eben auch, die Träume des anderen zu respektieren und ihnen Raum zu lassen, so kann sich Mann akzeptiert fühlen und trotzdem mit dem Freiraum arbeiten, den er braucht, um zu wachsen.

Männer wünschen sich in solchen Zeiten jemanden, der sie versteht und akzeptiert. Sie wollen spüren, dass der anderen mit Ihnen zufrieden ist, genauso wie er ist. Ein Mann will auch spüren, dass Frau sich genauso wenig verbiegen wird, um es ihm Recht zu machen, denn auch sie akzeptiert sich so, wie sie ist.

Lieben bedeutet akzeptieren und sich selbst erkennen und umarmen.

Ratgeber für Partnersuchende

Blogtausch mit Simone Klebe, Liebesberaterin       

Ein kleiner Ratgeber an alle, die die Liebe suchen

  1. Glauben sie bitte fest daran, das auch auf sie jemand wartet, der sich wie sie verlieben möchte und der zu ihnen passt.
  2. Glauben sie bitte nicht an die Liebe auf den 1. Blick, wenn sie älter als 35 J sind, denn dann haben sie sich nur in Äußerlichkeiten verliebt, sie kennen den anderen ja noch nicht.
  3. Lieben sie sich selbst, wie soll sie jemand lieb haben, wenn sie sich selbst nicht mögen, seien sie nicht so streng mit sich, jeder Mensch hat seine kleinen Macken und Fehler, stehen sie zu sich, das macht sie einzigartig
  4. Gehen sie mit offenen Augen durch die Welt, verkriechen sie sich nicht, strahlen sie Glück aus, um Glück anzuziehen.
  5. Lassen sie Altes los, um Platz zu schaffen für Neues und einen Neuanfang. Solange sie sich von der Vergangenheit beherrschen lassen, kann nichts Neues in ihr Leben treten.
  6. Es gibt nicht nur den Einen oder die Eine, bei der großen Anzahl an Alleinstehenden, es gibt sogar mehrere, trotzdem ist die Suche ein wenig wie nach der Stecknadel in Heuhaufen und braucht Zeit, Geduld und Übung
  7. Glauben sie daran, dass jede Begegnung einen Sinn hat. Seien sie freundlich zu allen Menschen, denen sie begegnen, wenn er/ sie es nicht sind, haben sie vielleicht Bekannte bzw. Freunde die zu Ihnen passen oder sie lernen, was nicht zu Ihnen passt und sie nicht möchten.
  8. Suchen sie nicht mit Krampf, aber geben sie sich als Suchender zu erkennen, zeigen sie sich und der Welt, dass sie auch als Single glücklich sein können und genießen solange die Vorteile des Singlelebens, denn bei Ihrer Suche lernen sie wahrscheinlich interessante Menschen kennen, die ihr Leben bereichern.
  9. Machen sie sich Gedanken darüber, wer und was sie sind und was Ihnen bei Ihrem Traummann oder Traumfrau am wichtigsten ist, wer zu Ihnen passen würde, ohne dass sie sich zu sehr fixieren, letztendlich bekommt so wie so jeder den Partner, den er verdient.
  10. Wenn sie sich verliebt haben und ihre Gefühle nicht erwidert werden, dann trauern sie nicht länger als nötig, denn dann soll es das nicht gewesen sein. Dann wartet die Liebe woanders auf sie.

Beitrag von Ihrer Liebes-, Beziehungs- und Paarberaterin Simone Klebe

Liebe und andere Herausforderungen

Manchmal ist es wie ein Teufelskreis. Sie will ihn, er aber eine andere, die wieder einen anderen will und so weiter. Jeder scheint den zu wollen, den er nicht haben kann und daraus entsteht ein spannendes Spiel. Für eine gewisse Zeit zumindest. Denn, wenn man nur will, was man nicht haben kann, macht das auf Dauer auch nicht glücklich. Also tendieren wir dazu, unser Glück eben woanders zu suchen. Daraus entsteht dann eine Patchworkdecke aus Menschen, mit denen wir oft ganz bestimmte Dinge teilen. Mit dem einen wohnen wir, mit der anderen arbeiten wir, mit dem einen oder anderen haben wir Sex, mit der teilen wir unsere Gefühle und mit dem gehen wir gerne aus. Oft beruhigen wir uns mit der Begründung, dass ein Mensch uns unmöglich alles geben kann, was wir brauchen, um glücklich zu sein.  Wie so oft in der reizüberfluteten Welt ist unser Verstand wie der eines Affen. Kaum ist ein neues Spielzeug in Sicht, schwups schon ist er beim nächsten Baum. So hüpft er ruhelos und rastlos durch die Gegend, immer auf der Suche nach neuen Abenteuern. Dabei gleicht er einem Flummi, der wild durch die Gegend hüpft. Doch unsere Herzen sind, so sehr der Verstand auch anderer Meinung sein sollte, keine Gummibälle. Viel mehr haben Sie Angst sich auf einen festzulegen.

Liebe will gepflegt werden
Man kann eine stabile Liebesbeziehung auch aufbauen, in dem sich dem anderen gegenüber so verhält, wie man selbst gern behandelt werden möchte und sich für seine Liebe gemeinsame Regeln aufstellt: Aufmerksamkeit, gegenseitige Achtung und Anerkennung, Vorsicht und Rücksichtnahme, Freiraum und Nähe, Höhepunkte und Toleranz und sich gegenseitig wertschätzt ohne den anderen wie ein paar alte Schuhe hinzunehmen.
Liebe gleicht, wie sovieles schönes im Leben, einer Rose. Ja, mit schönen wohlduftenden Blüten und Dornen. Oft mehrjährig, wenn man die alten vertrockneten Triebe abschneidet und ihr viel Wärme, Nährstoffe und Sonne schenkt.

Liebe braucht Mut.

Mut, die Vergangenheit hinter sich zu lassen.
Mut, die Zukunft offen zu halten.
Mut, den Augenblick zu leben.

Wenn wir Liebe entdecken wollen, bedeutet das auch, uns selbst zu entdecken. Auf unser Herz zu hören und unsere Lippen das in Worte fassen zu lassen, was wir spüren. Liebe ist ein Geschenk, dass wir jemandem machen können. Es ist die Liebe, die in uns selbst steckt. Die unser Herz erwärmt und die wir mit anderen teilen können. Liebe ist manchmal so stark, dass wir vor ihr Angst haben. Davor, was sie mit uns anstellen kann, wenn wir verliebt sind. Doch wir sollten mehr das Leben fürchten, dass wir führen würden, wenn wir nur auf unsere Ängste hören. Der Weg ist da, wo die Angst ist. Wir sollten uns dem stellen, wovor wir uns am meisten fürchten: den Gefühlen. die Kontrolle zu verlieren und nicht zu wissen, was in uns geschieht. Es gibt tausend Gründe sich nicht zu verlieben und 1001 es trotzdem zu tun: die Liebe. Das Geschenk von und an uns Menschen, dass uns inspiriert. Uns Kraft gibt. Uns in schweren Zeiten begleitet und in guten Zeiten mit uns die Flügel aufspannt und abhebt.

Liebe braucht den Mut, sie zu gestalten, sie zu dem zu machen, was sie sein soll. So wie wir sie uns am liebsten vorstellen. Wir sind die Schöpfer unserer Realität, in der wir leben wollen.

Beziehungsangst überwinden.

Hallo, habt ihr was im Dateknigge, wie eine Frau dem Mann suggerieren kann, dass er seine Freiheit behält in der Beziehung? Wie macht Frau das?
Ich habe ja augenblicklich ein etwas angeknackstes Herz. Es ist also eine rein theoretische Frage, denn konkret hat sich die Sache erledigt. Er hat mich abblitzen lassen, ohne Erklärung. Also alles Spekulation.
Aber für die Zukunft will ich wissen, wie das funktioniert 🙂 Ich bin selbstsicher/stark und eigenständig, und recht moralisch, mit festen Vorstellungen/ Regeln, und hatte bisher die Tendenz den anderen Festzuzurren und zu kleben. Also unsexy. Auch wenn ich selbst eigentlich Angst habe, meine Freiheit aufgeben zu müssen, was paradox ist. Wie soll ich dem Mann das Gefühl geben, dass er frei ist, seine Freiheit durch meine Liebe nicht eingeschränkt wird… Wie?

Eine sehr gute Frage. Die Antwort könnte ein halber Roman werden, weil wir ja nicht wissen können, wie sehr du geklammert, kontrolliert und dein Leben auf das seine eingestellt hast.
Den eigenen Freiraum und Freunde aufzugeben, sich unterzuordnen und zuviel Sehnsucht zu zeigen, weil das eigene Leben ohne den anderen zu leer ist, kann dem anderen (zu schnell) schnell signalisieren: “Du bist für mein Glück zuständig, ohne Dich bin ich nicht glücklich.”

Nicht alle Männer sind gleich, aber Schwimmlehrer, Discotheker, Surfer, Fahrlehrer oder Surfer brauchen mehr Freiraum, lieben so zusagen die Freiheit, sind Eroberer und wollen ihre Partnerin möglichst jeden Tag neu erobern können. Da kann Frau sich ganz ausleben in ihren Spielchen, sich interessant zu machen, aber meistens sind es ja gerade die ganz anhänglichen Frauen, die sich in diese Männer verlieben. Warum? Weil sie gern so wären und vom Schicksal gezwungen werden, durch die Erfahrungen mit diesen Männern, sich mehr auf sich und ihre Freiheiten zu verlassen. Und warum verlieben sich Surfer und co in anhängliche Frauen? Sie geben ihnen für kurze Zeit das Gefühl von Sicherheit und Bodenständigkeit, nach dem sie sich manchmal so sehnen.

So einfach es klingt, aber Du darfst dein Glück eben nicht von ihm abhängig machen. Pflege Dein eigenes erfülltes Leben mit Freunden, Hobbys, Interessen und Zielen. Dann ist ein Freund auch eine zusätzliche Bereicherung. Eine Partnerschaft dann viel schöner, wenn man den anderen glücklich machen möchte.

Natürlich ist es wichtig in einer Partnerschaft, die gleichen moralischen Werte zu vertreten und diese gemeinsam zu erarbeiten, damit Vertrauen und Zusammengehörigkeit entsteht. Dann ist es auch viel einfacher, Freiraum zu akzeptieren.

Nicht wenige (alle!) Menschen haben Angst davor verletzt zu werden. In unserem Alter hat jeder seine Erfahrungen bereits gemacht und wurde dabei wahrscheinlich auch mal enttäuscht.

Doch wenn man aus Angst, den anderen zu verlieren, zu sehr klammert, fehlt die Basis für eine glückliche Beziehung und das Verlassen werden ist vorprogrammiert. Das Gute daran ist, er sollte es sowieso nicht sein.
Und wenn das Alte vorbei ist, kann Neues kommen und es lohnt sich nicht, dem nachzutrauern.
Statt sein angeknacktes Herz zu pflegen, sollte man sich auf den Neuen freuen und sich finden lassen.

Es ist auch bei Männern paradox. Auf der einen Seite wollen sie eine Frau erobern, die Ihnen sinnlich und hingebungsvoll verfällt, am nächsten Morgen noch im Bett liegt, aber trotzdem nicht gleich ihr ganzes Leben für den Typen ändern will. Das macht Männern Angst. Auch Männer wollen etwas Sehnsucht und wenn sie eine Beziehung mit einer Frau wollen, dann darf es sich ruhig langsam entwickeln. Gib dem Mann das Geschenk, dich zu vermissen. Schenke ihm schöne Gedanken, keine Ketten und keine Überwachung. Männer können zwar wie große Jungs sein, aber von irgendwoher bekommen sie Ihre Intuition. Wenn das Verhalten einer Frau sagt: “ich zieh morgen bei dir ein” bekommen sie Angst. Wenn dein Verhalten ausdrückt: “Ich mag es mit dir Zeit zu verbringen, Dankeschön” fühlt sich der Mann sicher, bis er irgendwann von selbst merkt, dass er die Zeit mit Dir über alles geniesst und viel viel mehr davon möchte.

Es ist ein schmaler Weg von der Leidenschaft zur Liebe, von der kurzen Affäre zur sich entwickelnden Beziehung. Lass Dich ruhig auf kleine Schritte ein und erwarte nicht gleich zuviel vom gegenüber. Die Liebe ist eine zarte Blume, die nicht gepflückt, sondern mit Sonnenstrahlen verwöhnt, mit Regen genährt und mit guter Erde verwurzelt werden will. Zarte Blumen wachsen nicht über Nacht, und nur mit viel Feingefühl der Gärtner. So verlockend es auch sein mag, die schönsten Blumen zu pflücken und in eine Vase zu stellen…dort werden sie eingehen.

Das verborgene Schicksal der Zufälle (1)

Manchmal gibt es Zufälle im Leben, die vielleicht gar keine sind. Zumindest wenn man sie als Ganzes betrachtet ergeben sich aus einigen Zufällen eine Kette von Ereignissen, die in Ihrer Gesamtheit sogar noch mehr Bedeutung gewinnen.

Alles begann an einem Sonntag. Ich suchte noch immer nach einem Reiseziel, es war an der Zeit dem Alltag den Rücken zu kehren und Entspannung und neue Gedanken zu suchen. Es gab nur ein Problem: ich konnte mich nicht entscheiden, wohin die Reise gehen sollte. Da ich allein reisen wollte, hatte ich die Qual der Wahl.

Ich bat eine gute Freundin um Ihre Meinung: “wohin würdest Du fahren?”. “Wenn ich es mir leisten könnte, würde ich einen guten Freund in Asien besuchen fahren.” Das übernahm ich dann netterweise für sie und saß wenige Wochen später mit ihrem Studienfreund beim Abendessen. Ich bat ihn mir einige informelle Regeln seiner Kultur zu erklären, woraufhin er begann mir die üblichen Tischmanieren beizubringen. Alkohol schenkt man sich niemals selbst, sondern nur anderen ein. Das Essen wird geteilt, jeder nimmt sich von den verschiedenen Schälchen einen kleinen Teil auf seinen Teller und isst, was ihm am besten schmeckt.

Schon bald verliebte ich mich in die fernöstliche Kultur, in die feinen Gewohnheiten der Menschen, in die Details ihres Lebensstils. Schlief auf dem Fussboden in Lehmhütten, in Unternehmenskasernen oder Schlafsaunen. Bestieg den höchsten Berg des Landes, fuhr Autoscooter im peitschenden Regen und meditierte in Tempeln, um zu lernen.

Eines Tages traf ich einen wahren Meister.

Einen Meister der Kampfkünste. Er sah mir eines Abends auf der Strasse zu, als ich gerade auf dem Fussboden lag und versuchte Fotos von der nächtlichen Skyline zu machen. Irgendwann sagte er hallo und fragte, was ich da machte – . Ich zeigte ihm ein Bild und er war begeistert. Nach ein paar mehr Worten drückte er sein Vertrauen aus: “Du siehst aus wie ein guter Mensch und ich glaube ich muss keine Angst vor Dir haben, du kannst gern mit mir trainieren.” Ich musste lächeln: “Aber Du bist doch der Meister der Kampfkünste, warum solltest Du vor MIR Angst haben.”

Ein paar Tage später trafen wir uns an jenem Platz erneut. Als Ort des Trainings wählten wir den nahegelegenen Königspalast. In einem ruhigeren Seitengang begann der Meister mit seinen Martial-Arts Übungen. Seine Konzentration in jedem einzelnen Atemzug war überwältigend.  Sein Körper war das Werkzeug. Die Choreographie sein Werk. Er war wahrlich ein Künstler.

Diese besondere Art des Kampfkunstes hatte sein Großvater etabliert. Nun war er selbst der Meister und hatte viele Schüler. Einen seiner Schüler besuchten wir gemeinsam. ein älterer, sehr freundlicher Herr, der mit 65 Jahren meinte, er lerne die Kampfkunst, damit er die Frau seines Lebens, sollte sie ihm eines Tages mal begegnen, auch beschützen kann.

Der Meister war eine ausdauernde Natur und seine Tage endeten meist in Gesellschaft von vielen Freunden. Ich war ihm schon in Korea zu tiefstem Dank verpflichtet, für dass, was er mir gezeigt hatte. Doch auch noch Monate später, schaffte er es erneut auch über die chinesische Mauer hinweg mein Leben zu verändern. Eines Tages schlug er mir vor, ich solle auf ein Konzert gehen, denn ein Mitglied seiner Organisation würde in Berlin auftreten und mich einladen. Ich konnte ihm diesen Wunsch unmöglich verwehren, obwohl es am anderen Ende der Stadt lag, machte ich mich auf den Weg und dort sollte sich alles ändern. Dort traf ich sie zum ersten Mal.

Liberalismus der Liebe

Mittlerweile gibt es zu jedem erdenklichen Thema etliche Ratgeber, und How-To Guides für alle Lebens- und Liebeslagen. In diesen Büchern stehen dann die summierten subjektiven Erfahrungen der Autoren und alle preisen sie ihren Weg, als den richtigen an. Schritt für Schritt geht es auch für Nachmacher in die gewünschte Richtung.

Du willst Internetmillionär werden? Super, da draussen gibt es tausende Webseiten, die Dir Spezialreporte verkaufen. Die wichtigste Lehre: “Willst Du im Internet Millionär werden, schreibe ein Buch darüber, wie man im Internet Millionär wird”.

Auch zum Thema Liebe und Partnerschaft gibt es weit mehr Literatur, als ein Mensch allein in sein Bücherregal zu stellen vermag und dennoch haben sie alle einen Fehler: es sind entweder theoretische Betrachtungen aus dem Elfenbeinturm oder subjektive Erfahrungsratgeber. Es gibt keinen wahren Weg. Jeder Mensch hat seinen eigenen Stil, seinen eigenen Charakter und seinen besonderen Charme. Da hilft es wenig, wenn sich Mann einen Aufreisserguide mit tollen Sprüchen sucht, wenn er dieses Bild irgendwann nicht mehr aufrecht halten kann (zumindest nicht, wenn er eine längerfristige Bekanntschaft mit einem anderen Menschen eingeht.)

Die Liebe, sofern sie denn definiert werden kann, ist ein Zusammenspiel aus zwei Menschen. Wenn sich einer von denen verstellt oder sich eine Maske aufsetzt, mit der er meint, attraktiver zu sein, dann kann das nicht lange gut gehen. Meistens geht es auch von ganz allein, wenn man seinen halbwegs nützlichen Instinkten vertrauen zu lernt. Lernen kann man am besten aus den eigenen Fehlern, das ist zwar der bitterste Weg, doch es ist der Richtige. Mann und Frau müssen ihre eigenen Erfahrungen machen und lernen, was sie wollen und was nicht. Geschmäcker sind hier oft grundlegend verschieden und jeder Topf findet seinen Deckel.

Die Beziehungslektüre kann jedoch eines schaffen: mögliche Wege aus einer als ausweglos wahrgenommenen Situation aufzuzeigen. Doch das bedeutet noch lange nicht, dass deswegen die Autoren der Ratgeber bessere Menschen sind. Sie vertrauen einfach auf das, was sie ebenso mühevoll erlernt haben. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen und zu jeder Kunst gehört eine gewisse Übung.

Die Kunst der Liebe ist kein einfaches Handwerk. Ihre Meister brechen reihenweise Herzen auf der Suche nach der Perfektion und vergessen, dass es keine gibt. Den perfekten Partner kann man eben nicht backen aber man kann sich den Menschen suchen, mit dessen Macken man am besten klar kommt und weil zu jedem Menschen eben auch die “besonderen Seiten” dazu gehören, darf man sich auch so zeigen, wie man ist und ein klein wenig stolz darauf sein, auf sich.

Dilemmata und Libido

Wie das Wasser der 5 Ozeane, scheint sich im Leben eines Normalsterblichen alles zu verbinden. Wärmere Wasserströme treffen auf die kälteren und der Austauschprozess beginnt in der Geschwindigkeit zunehmend, je größer der Temperaturunterschied ist. Nicht selten resultieren diese Verbindungen dann in (Un)Wettererscheinungen, die sich nicht nur im Wasser und seinen vielfältigen Aggregatzuständen abspielen, sondern alles um sich herum beeinflussen werden.

Wasser ist einer der wichtigsten Bausteine des Lebens. Der Mensch besteht je nach Lebensalter zu 60 – 80% aus Wasser. Die Anziehung (und die Austauschprozesse) beim Menschen ähneln denen der Ozeane. Bestimmte (Temperatur)Unterschiede ziehen sich oft wie magisch an. Starke, rationale Frauen und temperamentvolle Machos

Irgendwann kommt es dann zum großen Finale und die Spannungen entladen sich in allen Richtungen. Auch im sexuellen. Durch den speziellen Reiz für die Libido schaffen es manche dieser ungleichen Verbindungen ein relativ stabiles System aufzubauen. Ein Spiel aus Anziehung und Abstossung.

Frauen verlassen sich anfangs darauf, zu meinen, sie könnten den Mann ja noch ändern und erziehen. In Männerkreisen heisst es sogar, Frauen unter 30 taugen noch nicht zum Heiraten, weil sie noch zu unentspannt seien und denken den Mann ändern zu können. Das können sie nicht. Die Macken, die der Kerl am Anfang hatte, wird er noch ein Weilchen behalten. Auch umgekehrt. Das ist ein altes Missverständnis zwischen Mann und Frau.

Eine Frau kann einen Mann motivieren sein Leben zu ändern, aber sie kann es niemals für ihn tun.