Datingtipps für Neu-Berliner

Datingtipps für eine Stadt in der alles “erlaubt” ist. Gestern habe ich einen Ex-NewYorker, Ex-Londoner und Neu-Berliner die inoffiziellen Spielregeln des Dating in Berlin erklärt.

Er wollte eigentlich mit seiner Freundin nach Berlin ziehen, doch da hat es dann gekracht. Die Ängste haben gesiegt und sie haben Schluss gemacht. Nun wohnt er seit drei Tagen allein hier. In einer WG mit zwei Brüdern aus Norwegen deren Bärte einem nachts allein im Flur Furcht einflößen würden. So richtige Nordmänner eben. Er ist eher der sanfte Typ, ein wenig Ryan Philippe, ein wenig Justin Timberlake. Musik fasziniert ihn eben so sehr, wie natürlich die Frage, ob er hier gute Chancen haben wird. Oder wie die deutschen Frauen so drauf sind in Sachen Dating. Ich wurde ihm empfohlen von Bekannten aus London, die meinten, wir sollten uns auf jeden Fall mal zu einem Bier treffen, denn da gäbe es wohl viel zu erzählen.

Seine erste und wohl wichtigste Frage war:
“Wie leicht lernt man hier Frauen kennen?”

Mir fiel sofort ein Franzose ein, den ich mal vor zwei Jahren interviewt habe. Dieser sagte über die Frauen in Berlin, dass sie sehr zugänglich seien, weil sie es nicht so gewohnt sind, angesprochen zu werden. Da seien Frauen in Paris schon viel defensiver. Denn sie werden jeden Tag auf der Strasse angesprochen. In Berlin passiere das kaum, weshalb es ihm leicht fiel, hier Frauen kennen zu lernen.
Natürlich, betonte ich, sprich einfach natürlich mit den Mädels. Wenn Dir eine Frau gefällt, musst du nicht erst warten, bis Du betrunken bist. Man(n) braucht auch keine dummen Sprüche aus dem Handbuch für Aufreisskünstler (aus dem englischen: Pick-Up Artists). Sondern kann doch einfach diejenige normal ansprechen, so wie Du etwas zu einem Kumpel sagen würdest. Bleib doch einfach Du selbst und tu so, als wäre es ganz normal, dass ihr jetzt miteinander redet.

“Meinst Du, man kann hier einfach ein bisschen Spaß haben?”

Warum nicht? Ich muss dann immer sofort an die Kerle in meinem Freundeskreis denken, die sich doch sehr eingehend mit Frauen beschäftigen. Jeder hat irgendwie eine eigene Art entwickelt, sich den Spaß zu schaffen, den er haben möchte. Ganz ausgezeichnet funktioniert anscheinend das beim Yoga in diesen Tagen. Dort trifft man schnell auf andere Menschen, die sich körperlichen Erfahrungen öffnen möchten. Da gibt es Klassen, aber auch offene Stunden, wo jeder mit jedem übt. Wenn man einmal ein wenig in der Szene einsteigt, lernt man schnell neue Leute kennen. Neben dem Yoga ist natürlich das Tanzen, oder die Kombination daraus, die Kontakt Improvisation (CI) sehr zu empfehlen. Hier werden, wie beim Acroyoga, schon recht früh auch physische Nähe und Vertrauen wichtig. Hier lernt man schnell auch mal loszulassen und Berührung zuzulassen. Gerade für Menschen, die sonst nicht so “touchy” sind, ist dies eine ideale Kur.

Für diejenigen, die eher auf online dating stehen, ist natürlich gerade die Dating-App “tinder” ein heißer Tipp. Doch wieder wird hier natürlich das Dating-Glück auf ein paar Bilder reduziert. Also am besten noch schnell zum Fotograf des Vertrauens und ein Set neuer Portraits anfragen.

“Wird es kompliziert?”

Na nur, wenn Du nicht ehrlich bist. Man kann sich Ärger ersparen, in dem Man(n) einfach seine Karten auf den Tisch legt. Also spiel ihr nicht vor, dass Du dich gern mal wieder verlieben würdest, wenn das nicht der Fall ist. Sag doch einfach, Du willst ein bisschen Spaß haben, und die richtige Frau für Dich, wird das auch verstehen. Klar, will keine Frau gern als jemand gesehen werden, der einfach mal nur aus Spaß mit Dir ins Bett geht. Aber wenn es halt nun Mal Spaß macht mit Dir Zeit zu verbringen, na dann bleibt wohl das Bett irgendwann nicht aus. Wichtig ist, offen und ehrlich zu sein. Du hast halt gerade eine Beziehung hinter Dir, das verstehen die Frauen – und dann wissen sie auch, dass es rein gar nichts mit ihnen zu tun hat, wenn Du nicht auf die große Liebe hoffst. Die kommt sowieso nicht dort, wo Du sie erwartest. Also erwarte lieber nicht so viel, dann kannst Du auch nicht so schnell enttäuscht werden. Und ich glaube auch ein bisschen an Karma, Schicksal oder wie immer man es nennen mag: Das, was Du gibst, kommt zurück zu Dir. Also behandle andere Menschen, so wie Du selbst behandelt werden möchtest! Dann dürfte nichts schief gehen, auch nicht beim Dating.

7 Tipps fürs Online Dating

Seitdem die unendlichen Weiten des Internets von Erdenmenschen bevölkert werden, hat sich auch an den Möglichkeiten Flirtens im Internet viel geändert. Aus einfachen textbasierten Onlinechatrooms wurden bald soziale Netzwerke, aus dem Verschicken von Fotos per mail bald Videogespräche. In denen die Welt und vorallem die Partnersuchenden sich tummelten, um den Richtigen zu finden und sich näher zu kommen. Heute scheint es mit all diesen Möglichkeiten denkbar einfach einen Menschen im Internet kennen- und lieben zu lernen. – Wirklich?

Wenn die technischen Errungenschaften der letzten 15 Jahrein besagtem Maße dabei helfen, Menschen zusammen zu bringen, warum gibt es dann heute mehr Singles als früher? Vielleicht ist es auch nur einfacher sich in das digitale Abbild eines Menschen zu verlieben, als in die wahre Person dahinter. Deshalb hier ein paar Tipps für das Flirten und Verlieben mit Stil im Internet.

Seitdem die unendlichen Weiten des Internets von Erdenmenschen bevölkert werden, hat sich auch an den Möglichkeiten Flirtens im Internet viel geändert. Aus einfachen textbasierten Onlinechatrooms wurden bald soziale Netzwerke, aus dem Verschicken von Fotos per Mail bald Videogespräche. In denen die Welt und vorallem die Partnersuchenden sich tummelten, um den Richtigen zu finden und sich näher zu kommen. Heute scheint es mit all diesen Möglichkeiten denkbar einfach einen Menschen im Internet kennen- und lieben zu lernen. – Wirklich?

Wenn die technischen Errungenschaften der letzten 15 Jahrein besagtem Maße dabei helfen, Menschen zusammen zu bringen, warum gibt es dann heute mehr Singles als früher? Vielleicht ist es auch nur einfacher sich in das digitale Abbild eines Menschen zu verlieben, als in die wahre Person dahinter. Deshalb hier ein paar Tipps für das Flirten und Verlieben mit Stil im Internet.

1. Tipp: Gezielt vorgehen.

Es gibt Onlinedatingservices für jeden Geschmack im Internet. Selbst über Onlinegruppen zu ungewöhnlichen Hobbies wie z.B. der Orchideenzucht lassen sich leicht Kontakte knüpfen. Auch räumliche Grenzen spielen kaum noch eine Rolle. So sprechen viele soziale Netzwerke eine weltweite Zielgruppe an (facebook, myspace oder internations etc.). Andere Plattformen sind eher länderspezifisch ausgerichtet (meinvz, jappy oder Onlinepartnerbörsen). Bevor man sich nun unsterblich in den Traumtypen aus dem Computer verliebt, sollte man sich des räumlichen Abstandes bewusst werden und sich fragen, in welchem Teil der Welt, man wirklich einen Flirt oder Partner suchen möchte. Nicht jeder kann und will der Liebe wegen umziehen, wenn es irgendwann etwas Ernstes wird. Und nicht jeder im Internet sucht nach einer ernsthaften Beziehung.

2. Tipp: Das eigene Profil.

Nach firmeneigenen Aussagen haben schon über 500 Mio. Menschen ein Profil bei Facebook. Selbst viele Firmen haben Facebook für ihr Marketing entdeckt, bei dem sie die sozialen Netze der Menschen für eine Weiterempfehlung ihrer eigenen Dienstleistungen oder Produkte nutzen. Nun bei Menschen, die auf der Suche nach einem Flirt sind, ist es doch eigentlich auch so etwas wie Marketing. Das Selbstmarketing. Denn bei soviel Auswahl, wie entscheidet man sich da noch? Mann (und Frau auch!) schaut auf die Verpackung, also das Profil der Menschen, die in den digitalen Regalen stehen und zu “neuen Freunden” gemacht werden können. Für das Selbstmarketing bedeutet das: ordentliche, sympathische und aktuelle Bilder. Dazu gehören keine Fotos von der letzten Nacht beim Berghüttenfest, kurz bevor es steil bergab ging. Am besten zeigt man sich ausgeruht und frisch, vielleicht mit den Fotos aus dem letzten Urlaub. Bei Frauen sollte es noch nicht zu sexy wirken, sonst haben die Männer vielleicht die falschen Erwartungen. Neben den Bildern zählt natürlich der Text, für viele ist es erstmal schwer, sich selbst zu beschreiben. Lass doch Freunde dabei helfen, dann geht es meist viel einfacher. So bekommt man gleich mal einen Eindruck, wie man eigentlich auf andere wirkt.

3. Tipp: sich selbst vorstellen

Viele Profile im Netz sind geschmückt mit den eigenen Interessen und Hobbies und machen ein “Hey, was meinst du denn damit?” leicht. Andere verlassen sich auf Humor und testen so auch diese jeweilige Ausprägung Ihres gegenüber. Wobei Ironie und Sarkasmus in einigen Gegenden eher zu Irritationen führt, weil man eben nicht sieht, ob der andere dabei schmunzelt. Einige Frauen berichten auch von hoffnungslosen Versuchen der Kontaktaufnahme seitens des Mannes, die Ihnen keine andere Wahl lassen, als ignorant zu sein. Das ist ja durchaus verständlich. Auf der anderen Seite gibt es Typen, die versuchen sich irgendetwas total intelligentes auszudenken, was dann wieder zu abgefahren und daher unverständlich im Kennenlernen ist. Am besten ist es immer noch natürlich und offen zu sein und auch selbst kurz zu sagen, was man eigentlich so macht und will im Leben. Manchmal ist ein normaler und neutraler Einstieg der einfachste Weg.

4. Tipp: vorgestellt werden

Ein Nutzer von Facebook hat im Durchschnitt 130 Freunde. Das Social Marketing von Unternehmen basiert im Wesentlichen darauf, dass Facebooknutzer Ihren Freunden mitteilen was oder wen sie mögen. Beim Flirten kann es ganz genauso funktionieren. Denn mit einem Mausklick, kann man Freunde miteinander bekannt machen. Nicht selten entstehen aus solchen persönlichen Weiterempfehlungen ganz (un)gefährliche neue “Freundschaften”. Es ist sogar noch ein Stück einfacher, da man einen kleinen Vertrauensvorschuss bekommt und man sich ja unter Freunden sogar noch ein wenig offener und lockerer verhalten kann, als wenn man auf ein Blinddate geht.

5. Tipp: Smalltalk im Netz

Was mag der andere? Womit beschäftigt er sich? Was sind die Interessen? Beim Smalltalk geht es in erster Linie darum, Gemeinsamkeiten festzustellen. Leider sind hier Fragen wie “Hey bist Du gut zu poppen?” eher unangebracht. Woraufhin Frau auch antworten darf: “und Du?” Jedoch ist das Chatten im Netz viel leichter als der Small-Talk beim Date. Ein gutes Training sozusagen, bei dem man sich in Ruhe überlegen kann, wie man antwortet. Im Chat sollte man nicht ungeduldig werden, wenn der andere mal nicht antwortet. Viele lassen auch einfach ihren Chat offen, während sie z.B. etwas kochen. Der Höflichkeit halber sagt man jedoch einem Chatpartner, dass man kurz etwas zu erledigen hat, bevor man den Chat verlässt.

6. Tipp: Kennenlernen

Ist man sich sympathisch? Vielleicht sogar etwas mehr? Bevor man jetzt anfängt den anderen jeden Tag zu stalken (auch wenn im positiven Sinne) und ständig mit ihm in Kontakt bleiben, sollte man sich auch im realen Leben kennenlernen, bevor man sich in ein Abbild verliebt und zu hohe Erwartungen aufbaut.
Sicher ist es wichtig, ein gewisses Vertrauenslevel aufzubauen, doch das ist immer noch am einfachsten, wenn man dem anderen auch in die Augen schauen kann und neben den Worten auch die Stimme, Tonart und nicht zuletzt Körpersprache mit in die “Kommunikation” einbeziehen kann.

7. Tipp: Spiel oder Ernst

Finde heraus, was der andere sucht. Das ist die Meta-kommunikation. Man sagt es nicht offen, aber indirekt gibt es viele Wege. Will er einfach nur einen Flirt, einen One-Night-Stand oder vielleicht sogar etwas Ernsteres? Kann er  sich vorstellen Kinder zu haben und zu heiraten? Oder will er mal nur kurz vorbeischauen nach der Arbeit oder für das Wochenende?

aus dem Leben – Teil 1

entführte Afros, das Lächeln einer Unbekannten und Fussball mit französischen Lesben

Ich war noch ganz in Gedanken versunken und sah gerade eine Nachricht der Entführer auf meinem Iphone: “lösegeldforderungen abwarten! und: keine polizei!”, als ich auf dem Weg vom Bahnhof zur Uni an einer Straße hielt, um den Autos mal den Vorrang zu geben. Ich schaute nach rechts und eine süße Asiatin stand neben mir und schaute mich an. Sie hatte dieses einladende Lächeln auf den Lippen und mein erster Gedanke war, ihr zu sagen: “Es ist doch viel zu heiss, um in die Uni zu gehen, wir sollten lieber an den See fahren”. Ich konnte zum Glück gerade noch an mich halten, obwohl sie gut zwei hundert Meter neben mir lief, bevor sie abbog. Geschafft, ich hatte es erfolgreich verdrängt.

entführte Afros, das Lächeln einer Unbekannten und Fussball mit französischen Lesben

Ich war noch ganz in Gedanken versunken und sah gerade eine Nachricht der Entführer auf meinem Iphone: “lösegeldforderungen abwarten! und: keine polizei!”, als ich auf dem Weg vom Bahnhof zur Uni an einer Straße hielt, um den Autos mal den Vorrang zu geben. Ich schaute nach rechts und eine süße Asiatin stand neben mir und schaute mich an. Sie hatte dieses einladende Lächeln auf den Lippen und mein erster Gedanke war, ihr zu sagen: “Es ist doch viel zu heiss, um in die Uni zu gehen, wir sollten lieber an den See fahren”. Ich konnte zum Glück gerade noch an mich halten, obwohl sie gut zwei hundert Meter neben mir lief, bevor sie abbog. Geschafft, ich hatte es erfolgreich verdrängt. (Idiot, ich!). Nun waren meine Gedanken schon wieder bei den Entführern. Ich wollte Beweise und bekam kurz darauf ein Foto zugesandt. Es war einfach unmenschlich und dieses Leiden sollte ein Ende haben. Wahrscheinlich hätte ich dieser Frau auf meiner letzten Party nicht sagen sollen, dass sie mit der Afroperücke aus meiner Halloweenkollektion einfach sexy aussieht. Zu spät. Schon stand ich im Büro und begrüsste die heutigen Redner. Vielleicht hätte ich wirklich einfach an den See fahren sollen – auch dafür war es nun zu spät. Jetzt konnte ich nur noch ankündigen, dass wir aufgrund des WM Auftakspiels heute schon um 16 Uhr fertig sein wollen. Das waren wir nach einem Marathon dann auch und schon saß ich mit meinen Kollegen im Biergarten, um wieder eine Nachricht der Entführerin zu bekommen: ein weiterer Hinweis, aber immer noch ohne Lösegeldforderungen. Welch Barberei. Genau wie das schlechte Kontrastverhältnis der Videoleinwand. Aber gut, ich liess mich auf dem Rückweg zum Bahnhof von meinen leichten Füßen und dem Geplaudere mit meinem Kollegen tragen. Und plötzlich: saß wieder die kleine Asiatin ein Abteil weiter. Auf dem Weg zur Toilette lächelte sie mich wieder an und ich sie. Keiner von uns war am See, aber wir saßen wieder im selben Zug. Zufall? Mir egal, ich bin wieder erfolgreich entkommen und habe mich gerade noch so retten können. Mein Kollege lud mich auch schon zum nächsten Spiel ein: Frankreich gegen Uruguay, dass er zusammen mit seiner französischen Freundin und Ihrer Chefin im “Dicken Engel” schauen wollte. Als wir in der Friedrichstrasse ausstiegen, lief sie und wieder über den Weg, bis sie endlich in die entgegengesetzte U-Bahn stieg und mir noch ein letztes Mal zulächelte. Diesmal schaffte ich es sogar ihr zu winken. Na und, ich war ja auf dem Weg das Spiel mit ein Paar Französinnen zu sehen, die alle für eine Edelfetischmarke in Berlin arbeiteten, das klang schon mal vielversprechend. Als wir kurz vor Anpfiff endlich den Dickel Engel erreichten, traute ich meinen Augen kaum: sieben Frauen und zwei Kerle. Doch irgendetwas stimmte nicht: die Frauen saßen alle sehr dicht beieinander und als auch die Chefin des Ladens dazu kam und einer anderen einen langen Zungenkuss aufdrückte, war die Lage klar: Ich würde das Spiel mit ein paar französischen Lesben schauen. Aus Prinzip war ich die ersten 80 Minuten für Uruguay, was meine Sympathiewerte nicht stiegen liess. Brauchten sie ja auch gar nicht. Denn am “Frauenende” des Tisches ging es um ganz andere Themen: “Was Du willst meine Frau in einem Porno sehen?” sagte eine der Frauen zu einer anderen. Es war herrlich, doch nach dem Spiel entschieden wir uns schnell, dann doch das Lokal zu wechseln, bevor hier noch die weiteren Verteilungskämpfe anfangen würden, an denen wir nicht teilnehmen wollten.

Mein Fazit des Tages: Frauen mit Afros sind sexy, aber heimtückisch. Frauen die mich anlächeln, wollen angesprochen werden und Fussball mit Lesben zu schauen ist eigentlich witzig, wenn man drüber lachen kann.