WM Nachruf auf Paul die Krake

Erstaunlich ist doch besonders, dass in dieser WM eine Krake alle Ergebnisse richtig vorhersagen konnte und weltweite Berühmtheit erlangt hat. Was für ein tolles Gesprächsthema für einen Sommerflirt und unzählige Bürogespräche. Paul die Krake hat auch alle wichtigen Eigenschaften für einen erfolgreichen Flirt. Er begehrt (das Muschelfleisch), er ist dominant (was auf den tisch kommt, wird auch gegessen) und dennoch besitzt er diese höfliche Zurückhaltung.

Jetzt wo die WM endlich entschieden ist, können wir uns ja wieder den wirklich wichtigen Dingen im Leben zuwenden: dem Sommer. Haben Sie schon gemerkt, wie kurz die Röcke geworden sind? Jetzt werden wir  statt der muskulös angeschwollenen Fussballerwaden die knackigen Beine der jungen Hüpfer über die Bürgersteige stapsen sehen. Dieses Wetter lässt unseren Körper eigentlich kaum noch an etwas anderes Denken, die Lust liegt förmlich in der Luft in all den kleinen Strandbars, Cafes und Discos braucht man nicht mal mehr einen Wet-T-Shirt Contest veranstalten, weil kaum noch etwas da ist, was man nass machen könnte. 🙂

Erstaunlich ist doch besonders, dass in dieser WM eine Krake alle Ergebnisse richtig vorhersagen konnte und weltweite Berühmtheit erlangt hat. Was für ein tolles Gesprächsthema für einen Sommerflirt und unzählige Bürogespräche. Paul die Krake hat auch alle wichtigen Eigenschaften für einen erfolgreichen Flirt. Er begehrt (das Muschelfleisch), er ist dominant (was auf den tisch kommt, wird auch gegessen) und dennoch besitzt er diese höfliche Zurückhaltung. Na gut er ist auch schon etwas älter. Nun vielleicht laden Sie ja nun Ihr nächstes Date mal in ein Aquarium ein – gemeinsame Erlebnisse, bei denen es ein wenig kitzelt oder sogar Adrenalin versprüht wird (wie beim Basejumping) bringen schneller eine gewisse Nähe.

aus dem Leben – Teil 1

entführte Afros, das Lächeln einer Unbekannten und Fussball mit französischen Lesben

Ich war noch ganz in Gedanken versunken und sah gerade eine Nachricht der Entführer auf meinem Iphone: “lösegeldforderungen abwarten! und: keine polizei!”, als ich auf dem Weg vom Bahnhof zur Uni an einer Straße hielt, um den Autos mal den Vorrang zu geben. Ich schaute nach rechts und eine süße Asiatin stand neben mir und schaute mich an. Sie hatte dieses einladende Lächeln auf den Lippen und mein erster Gedanke war, ihr zu sagen: “Es ist doch viel zu heiss, um in die Uni zu gehen, wir sollten lieber an den See fahren”. Ich konnte zum Glück gerade noch an mich halten, obwohl sie gut zwei hundert Meter neben mir lief, bevor sie abbog. Geschafft, ich hatte es erfolgreich verdrängt.

entführte Afros, das Lächeln einer Unbekannten und Fussball mit französischen Lesben

Ich war noch ganz in Gedanken versunken und sah gerade eine Nachricht der Entführer auf meinem Iphone: “lösegeldforderungen abwarten! und: keine polizei!”, als ich auf dem Weg vom Bahnhof zur Uni an einer Straße hielt, um den Autos mal den Vorrang zu geben. Ich schaute nach rechts und eine süße Asiatin stand neben mir und schaute mich an. Sie hatte dieses einladende Lächeln auf den Lippen und mein erster Gedanke war, ihr zu sagen: “Es ist doch viel zu heiss, um in die Uni zu gehen, wir sollten lieber an den See fahren”. Ich konnte zum Glück gerade noch an mich halten, obwohl sie gut zwei hundert Meter neben mir lief, bevor sie abbog. Geschafft, ich hatte es erfolgreich verdrängt. (Idiot, ich!). Nun waren meine Gedanken schon wieder bei den Entführern. Ich wollte Beweise und bekam kurz darauf ein Foto zugesandt. Es war einfach unmenschlich und dieses Leiden sollte ein Ende haben. Wahrscheinlich hätte ich dieser Frau auf meiner letzten Party nicht sagen sollen, dass sie mit der Afroperücke aus meiner Halloweenkollektion einfach sexy aussieht. Zu spät. Schon stand ich im Büro und begrüsste die heutigen Redner. Vielleicht hätte ich wirklich einfach an den See fahren sollen – auch dafür war es nun zu spät. Jetzt konnte ich nur noch ankündigen, dass wir aufgrund des WM Auftakspiels heute schon um 16 Uhr fertig sein wollen. Das waren wir nach einem Marathon dann auch und schon saß ich mit meinen Kollegen im Biergarten, um wieder eine Nachricht der Entführerin zu bekommen: ein weiterer Hinweis, aber immer noch ohne Lösegeldforderungen. Welch Barberei. Genau wie das schlechte Kontrastverhältnis der Videoleinwand. Aber gut, ich liess mich auf dem Rückweg zum Bahnhof von meinen leichten Füßen und dem Geplaudere mit meinem Kollegen tragen. Und plötzlich: saß wieder die kleine Asiatin ein Abteil weiter. Auf dem Weg zur Toilette lächelte sie mich wieder an und ich sie. Keiner von uns war am See, aber wir saßen wieder im selben Zug. Zufall? Mir egal, ich bin wieder erfolgreich entkommen und habe mich gerade noch so retten können. Mein Kollege lud mich auch schon zum nächsten Spiel ein: Frankreich gegen Uruguay, dass er zusammen mit seiner französischen Freundin und Ihrer Chefin im “Dicken Engel” schauen wollte. Als wir in der Friedrichstrasse ausstiegen, lief sie und wieder über den Weg, bis sie endlich in die entgegengesetzte U-Bahn stieg und mir noch ein letztes Mal zulächelte. Diesmal schaffte ich es sogar ihr zu winken. Na und, ich war ja auf dem Weg das Spiel mit ein Paar Französinnen zu sehen, die alle für eine Edelfetischmarke in Berlin arbeiteten, das klang schon mal vielversprechend. Als wir kurz vor Anpfiff endlich den Dickel Engel erreichten, traute ich meinen Augen kaum: sieben Frauen und zwei Kerle. Doch irgendetwas stimmte nicht: die Frauen saßen alle sehr dicht beieinander und als auch die Chefin des Ladens dazu kam und einer anderen einen langen Zungenkuss aufdrückte, war die Lage klar: Ich würde das Spiel mit ein paar französischen Lesben schauen. Aus Prinzip war ich die ersten 80 Minuten für Uruguay, was meine Sympathiewerte nicht stiegen liess. Brauchten sie ja auch gar nicht. Denn am “Frauenende” des Tisches ging es um ganz andere Themen: “Was Du willst meine Frau in einem Porno sehen?” sagte eine der Frauen zu einer anderen. Es war herrlich, doch nach dem Spiel entschieden wir uns schnell, dann doch das Lokal zu wechseln, bevor hier noch die weiteren Verteilungskämpfe anfangen würden, an denen wir nicht teilnehmen wollten.

Mein Fazit des Tages: Frauen mit Afros sind sexy, aber heimtückisch. Frauen die mich anlächeln, wollen angesprochen werden und Fussball mit Lesben zu schauen ist eigentlich witzig, wenn man drüber lachen kann.