Beziehungsmuster

Viele von uns denken in gewissen (Beziehungs-)Mustern, auch wenn diese überholt erscheinen mögen für die einen, für die anderen bilden sie die Grundlage Ihrer Realitätswahrnehmung.

Ein Blick in die subjektive männliche Psychologie, bestehend aus Liebe und Angst, den zwei Basisemotionen. Wenn ein Mann eine Frau auf den ersten und zweiten Blick toll findet, hat er gewisse Entscheidungsoptionen.

a) Verabreden ja – kein Sex. Er findet die Frau interessant, aber nicht spannend genug, um mit ihr zu schlafen (oder, gerade bei jungen Männern, er traut sich nicht den ersten Schritt in diese Richtung zu unternehmen) Oder aber er hat Angst, davor weitere Verpflichtungen stillschweigend einzugehen und denkt (konditioniert wurde er bereits) er müsse der Frau erklären, dass es wirklich nur Sex ist, wenn er nur Sex möchte.

b) Sex ja – feste Beziehung (j)ein. Er schläft mit der Frau, weil er sie spannend findet (vorallem auf dem erotischen Parkett), will jedoch vorerst keine Anzeichen erwecken, dass er eine Art von fester Beziehung anstreben möchte. Er verhält sich eher reserviert, hat oft nur ein bis zwei Mal in der Woche Zeit für ein Treffen. Er will abwarten und schauen, wie sich das Ganze entwickelt, vor allem wie sher die Frau in vereinnahmt (good in bed – not good in partnership!).

c) Sex ja – feste Beziehung vielleicht. Er schläft mit der Frau und verdeutlicht ihr sein langfristiges Interesse langsam, auch mit Ihr Kinder haben zu wollen. Dafür ist die Frau nicht nur erotisch sondern auch partnerschaftlich ein guter Kompanion, der Mann fühlt sich nicht von Ihr unter Druck gesetzt, sondern eingeladen weiter zu denken.

Wie es beim Date richtig kribbelt.

Wie ging das nochmal mit den Schmetterlingen? –Nun, damit etwas im Bauch “umher flattern” kann, muss der Bauch erstmal frei von Sorgen und offen für Neues sein. Heutzutage machen sich die meisten viel zu viele Sorgen. Manche haben sogar Angst sich zu verlieben, oder davor, dass sich ja jemand anders in Sie verlieben könnte. Wir leben und lieben nicht mehr auf diesselbe Weise, wie wir als Teenager oder Kinder gelebt haben. Das ist auch gut so, aber ein wenig “Kind” sein ist wichtig, um nicht alles zu ernst zu nehmen. Denn die kindliche Lebensfreude macht attraktiv.

Für ein kleines Kribbeln im Bauch ist die “Stimmung” wichtig. Die Sorgen für einen Augenblick zu vergessen und die Welt mit großen Augen anzuschauen und eigentlich nichts zu erwarten. Alles was passiert, passiert eben und wir machen das Beste daraus. Wenn es regnet, hüpfen wir durch die Pfützen. Wenn es Herbst wird, sammeln wir die Blätter und Kastanien und basteln. Man kann nicht von der Welt enttäuscht werden,  wenn man nichts von anderen Menschen erwartet. Vor einem Date sollte man nicht zuviele “Erwartungen” aufbauen, außer sich zu amüsieren, ein tolles Gespräch zu führen und den anderen zum Lachen zu bringen.

Der größte Fehler wäre, bei einem Date enttäuscht zu sein, dass es nicht so klappt, wie man es sich vorstellt. Dann sitzt man Die wie das Kind in der Spielzeugabteilung, und möchte nicht verstehen, dass man das tolle “Spielzeug” nicht mitnehmen kann.

Das Kribbeln im Bauch – Nähe aufbauen.

Neben der eigenen Lebensfreude ist auch etwas anderes wichtig, damit es kribbelt: Der Auslöser des Kribbelns. Das ist bei manchen schon der Blick oder die Stimme des Anderen, aber eben nur manchmal.

Da kann Man(n) auch ein wenig “nachhelfen”. Ein guter Freund von mir ist Meister darin, die Frau auf fast natürliche Weise immer wieder zu berühren. Mitten im Gespräch (z.B. beim Cafe) legt er Ihnen seinen Arm auf die Schultern oder das Knie, z.B. um zu etwas Gesagtem zu zustimmen. Die Berührung dauert am Anfang nur wenige Sekunden und wirkt fast flüchtig, meistens lacht er im selben Augenblick auch die Frau an und berührt sie, wie er auch einen guten Freund berühren würde. Berühren kann man den anderen auch beim Schlendern oder Spazierengehen. Man zeigt so, dass man keine Angst vor Nähe hat und baut  auf diese Weise eine natürliche Nähe auf, die die Frau auch sucht, sobald sie nicht da ist.

Er ist ein Meister der Körpersprache, denn er muss wissen, wann er sich einer Frau nähern kann. Hat Sie beim gemeinsamen Laufen Ihre Hände in den Taschen? Dann ist sie eher unentspannt. Ist Ihr Körper in einer offenen Haltung, vielleicht sogar erwartenden Haltung? Zeigen Ihre Knie in seine Richtung? – Dann möchte Sie gern berührt werden.
Solche Dinge muss Mann sehen lernen! Sonst wirken Annäherungsversuche, wie wenn der Metzger das Vieh zur Schlachtbank führt und jede Frau bekommt es mit der Angst zu tun. Dann denken Frauen schnell: Das ist nen Grapscher.
Der Grat ist schmal, aber es lohnt sich. Denn einfacher als über die Berührung kann man keine physische Nähe aufbauen. Erst wenn sich Frauen in der Nähe des Mannes wohl fühlen, kann Mann den nächsten Schritt wagen.

Das Kribbeln im Kopf – wie man redet.

Das Kribbeln kann man auch auf der rein verbalen Ebene erreichen. Über das was man sagt und vorallem wie man es sagt. Da können Worte wie: “Ruf mich an, ich will Dich kennenlernen” eine große Vielfalt erlangen, je nachdem wie man sie betont. Im Allgemeinen ist es gut langsamer zu sprechen und auch die Sprechgeschwindigkeit und Tonlage zu varieren. Wie damals im Gedicht vortragen, die Monotonie war immer langweilig. Achte mal darauf, wem Du am liebsten zuhörst und wie derjenige spricht, vorallem welche Varianz in seiner Sprache liegt.

Natürlich sind es auch die Worte, die wir benutzen. Wenn ich 2 Stunden lang wirklich nur Smalltalk mache und über Themen rede, die so interessant sind wie die letzte Kur von meiner Freundin aus dem Rathaus, dann wird der andere schnell müde. Auch elendig lange Reiseberichte samt 498 Urlaubsfotos sind nicht mehr das obligatorisch verabreichte Häppchen und Glas Wein wert. Auch wir Menschen wollen eigentlich über die wahren Themen reden: die Liebe. Doch auch hier gilt, dass es für ungeübte mehr Schaden anrichten kann als Gutes. Wenn man über die Liebe reden will, sollte man genau wissen, wie weit der andere einem schon vertraut. Schnell steht Mann als Macho, Loser oder Beziehungsunfähig da. Denn Frauen deuten alles. Bei der hohen Kunst des Lovetalk gilt: Nicht schlecht über das andere Geschlecht zu reden. Männer sollten nie auf Frauen schimpfen und auch nicht umgekehrt. Mit ein bisschen Übung (mehreren Dates) merkt man schnell, wie man mit Worten den anderen “heiss” machen kann.

Besonders gut eigen sich hier kleine “Spiele” bei denen das Ziel ist, den anderen in eine besondere Stimmung zu locken. Seine Phantasie anzuregen und “das Alltägliche” abzuschalten. Wenn man schon genügend Vertrauen aufgebaut hat, kann man z.B. auch fragen, was denn das Erotischste Erlebnis des anderen war.

Wolf oder Schoßhund

Es gibt da draussen wohl zwei Arten von Männern. Nummer eins ist der Wolf, sozusagen die Urform des Mannes. Damals, als wir noch in den Wäldern lebten, musste Mann seinen Instinkten vertrauen. Zum Nachdenken war keine Zeit. Er machte, was gemacht werden musste, ohne sich erklären zu müssen. Auch heute leben einige Kerle in dieser “Urform” des  männlichen Seins. Aber sie ist vom Aussterben bedroht. Denn Männer wurden in den letzten Jahrzehnten fortgehend domestiziert – von ihren Frauen. Sie wurden zu Schoßhunden. Machten die meisten Dinge, die Frau von Ihnen wollte, wann sie wollte. Wenn sie es nämlich nicht machen, kennt Frau die geeigneten Maßnahmen (fiese, emotionale Tricks) um denn Mann dazu zu bringen, dass er regelmässig anruft, sich im Urlaub nur um sie kümmert, generell sein Leben nach Ihren Wünschen ausrichtet. Mann, eben weil er seine Frau liebt, möchte ihr natürlich jeden Wunsch erfüllen und tappt in die Falle: die Schoßhundfalle. Für einige Frauen ein gefundenes Fressen, andere merken ziemlich schnell, dass sie mit einem Schoßhund auch nicht zufrieden sind. Denn ein Mann, der sich nur noch um die Frau kümmert, hat keine Zeit mehr die anderen tollen Dinge zu machen, die ihn zu dem gemacht haben, was Frau an ihm anfangs interessant fand.

Es gibt ein Sprichwort: Es sind nicht die starken Frauen, die ihre Männer schwach gemacht haben. Es sind die schwachen Männer, die ihre Frauen stark gemacht haben. Es zeigt zumindest das Gleichgewicht in beiden Dingen.

Also nochmal zusammengefasst, aus Wölfen werden Schoßhunde und dann, was soll daran so schlecht sein? Nun, diese Schoßhunde genügen, wenn sie einmal fertig abgerichtet sind, nicht mehr. Weil nichts mehr von dem interessanten Wolf, der nach seinen Regeln lebt, in ihnen steckt. Und Mann denken, er tut es der Frau zu Liebe. Doch er weiss nicht, wie gefährlich das wirklich ist. Nicht umsonst schreiben mittlerweile sogar Frauen über diese Thema und wollen Ihren weiblichen Lesern die Botschaft nahe bringen: Mädels, lasst Eure Wölfe auch Wölfe sein.

Es kommt nicht zu selten vor, dass die Kerle, die sich in allen Belangen nach den Wünschen Ihrer Frau richten, schnell als langweilig empfunden werden und dann vom Sofa gestossen werden. Der Mann hat das noch gar nicht wirklich realisiert, an welcher Stelle der Evolution wir im Augenblick stehen. Die Frauen haben sich in den letzten Jahren gewaltig emanzipiert, und das ist wirklich gut so. Doch leider ist der Mann ein wenig in das Hintertreffen geraten. Starke Frauen wollen keine Waschlappen. Starke Frauen wollen auch starke Männer.

Und da beginnen sich die Männer nun zu fragen: wie bleibe ich ein Wolf? – Na ganz einfach, in dem Du versuchst ein nicht ganz so großer Waschlappen zu sein.

Hier die TOP 5 der Sachen, die Du tun kannst, um ein Wolf zu sein.

1. Du stellst dich vor und nicht hinter sie, wenn es darauf ankommt.
2. Sie sitzt auf Deinem Schoß und nicht anders herum.
3. Auf der Jagd folgt sie Dir blind, denn Du verläufst Dich nie.
4. Du bringst die beste Beute mit nach Hause.
5. Im Bett sagt Sie Dir, wann sie nicht mehr kann.

Was, wenn es nicht gefunkt hat?

Auf ihre Weise sind alle Menschen liebenswert. Aber man kann sich nicht in jeden verlieben. Einige Menschen werden von vielen geliebt, Schauspieler und Künstler z.B. doch sie lieben nicht alle zurück, obwohl sie es öfter auf der Bühne behaupten. Es funkt nicht bei jedem, muss es auch gar nicht. Man lernt trotzdem tolle Menschen kennen, die vielleicht auch einfach nur gute Freunde sein könnten, obwohl man eigentlich den Traumprinzen gesucht hat.

In den Märchen von Walt Disney sieht das mit den Prinzen und Froschkönigen immer so einfach aus. Die glaubwürdige Literatur jedoch meint etwas anderes zum Thema: 30 bis 100 Frösche soll man treffen, um einen Prinzen zu finden. Manchmal muss man dann einen Korb geben oder akzeptieren. Liebe ist eben doch eine Wahrscheinlichkeitsrechnung. Je mehr Chancen man sich gibt, um den richtigen zu treffen, desto größer ist die Erfolgsaussicht. Spieler, die einmal in Las Vegas Ihr Geld verloren haben, gehen ja auch dorthin zurück, eben weil sie die Wahrscheinlichkeitsrechnung kennen. Das Verlieren gehört eben zum Spiel dazu und man muss auch mal verlieren können. Wenn man aber gar nicht mehr spielt, aus Angst zu verlieren, nun dann wird man auch nichts gewinnen.

Das Date-Poker

Ein erstes Date und auch die Liebe ist wie ein Pokerspiel. Jeder offenbart Schritt für Schritt seine Karten. Die Chance zu gewinnen steigen sogar, je mehr Mut man hat auch die Chance einer Niederlage zu verkraften. Mit dem eigenen Herzen als Spieleinsatz ist man aber verletzbarer, je mehr man von sich preisgibt. Oft hilft dabei sich vor Augen zu führen, dass es dem Gegenüber genauso geht. Manchen merkt man es nur nicht an. Anders als beim Poker können beim Spiel um die Liebe beide gewinnen, wenn sie es möchten. Bei einigen Spielen will man vielleicht früher aussteigen und legt seine Karten auf den Tisch.

Wie man jemandem absagt?

Ihr habt euch getroffen und es hat nicht gefunkt? Sie war nicht Dein Typ? Er hat andere Vorstellungen vom Leben? – Sagt es. Offen und ehrlich. Viele sagen dann, ich bin noch nicht bereit für eine neue Beziehung oder ich liebe ja meinen Ex noch. Das ist aber oft die schlechteste von allen Ausreden, denn warum hast Du dich dann überhaupt erst getroffen?

Dem anderen absagen

  1. Behandle den Anderen so freundlich und höflich, wie Du selbst behandelt werden möchtest.
  2. Sich nach einem Treffen gar nicht zu melden, ist unhöflich und verletzt den anderen, lass den anderen nicht im Ungewissen, bitte rufe an oder sende wenigstens eine SMS.
  3. Bedanke dich für das nette Treffen, sage etwas Nettes (jeder hat auch gute Seiten) und dann sage, dass Du ein weiteres Kennenlernen nicht wünschst, da es bei Dir leider nicht gefunkt hat. Wünsche alles Gute bei der Suche und vielleicht machst Du ihm/ ihr noch Mut, die Hoffnung auf den Traummann bzw. Traumfrau nicht aufzugeben.
  4. Nur wenn Er/ Sie wirklich darauf besteht, dass sie die Gründe für die Absage zu erfahren, dann sei ehrlich, was Dir aus Deiner Sicht nicht gefallen hat und gib damit Hinweise, was er/ sie bei einem weiteren Treffen besser machen könnte.
  5. Du selbst hast Zeit und Erwartungen in ein Treffen investiert und fühlst dich enttäuscht, dass es wieder nichts war und fragst dich, ob es überhaupt den bzw. die Richtige für dich gibt. Das ist  ganz normal – bitte gebe nicht auf, suche weiter, irgendwo wartet derjenige auf dich, der zu Dir gehört.
  6. Unbewusst vergleichst Du immer mit dem, was Du hattest. Je älter man ist, um so schwerer fällt es einem, sich auf Neues einzulassen. Mit jedem Treffen lernst Du auch etwas über das Schicksal anderer, wirst offener und es fällt Dir leichter, die Vergangenheit loszulassen.
  7. Je mehr man erlebt hat, um so schwerer fällt es, überhaupt Gefühle zu zulassen und man geht sehr rational an ein Kennenlernen heran, hofft bei jedem Treffen, die Schmetterlinge im Bauch zu spüren, aber leider ist das so selten wie ein Sechser im Lotto. Erst wenn Sie jemand näher kennenlernen, lernen sie Ihn/ Sie auch lieben, vielleicht hat ja Dein Date doch ein 2. Treffen verdient?

Mit einer Absage umgehen

  1. Eine Absage tut erst mal weh, erst recht, wenn Du Dir viel Mühe gegeben hast, dich schick zu machen oder die Rechnung bezahlt hast und Dir Dein Gegenüber sehr gut gefallen hat und Du Dir nichts mehr wünschst, als den anderen wieder zu sehen.
  2. Oft verhält man sich beim 1. Treffen auch nicht so locker und ist gehemmt. Wenn Dir jemand gegenüber steht, den Du auf den 1. Blick schon toll fandest, da hilft nur Übung, mit jedem Treffen lernst Du dazu.
  3. Wenn Du eine Absage erhältst, denke immer daran, man kann nicht jedem gefallen. Gerade in der heutigen Zeit, wo die Menschen immer individueller sind, ist die Partnerfindung wie die Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Es ist eben noch nicht der Deckel, der für Dich bestimmt ist, aber es ist nach dem Gesetz der Wahrscheinlichkeit ein Schritt weiter zum Passenden.
  4. Nimm eine Absage nicht persönlich, aus jedem Treffen kannst Du lernen, wie Du auf andere wirkst und wie Du dich weiter entwickeln kannst. Sieh es als eine Chance.
  5. Lass Dich durch eine Absage nicht entmutigen, es war eben nicht der Richtige für Dich. Besser jetzt ein Ende, als zu einem Zeitpunkt wo noch mehr Gefühle investiert wurden ohne, dass etwas zurückgekommen ist.
  6. Es tut Dir nicht gut, dich zu verbiegen, um jemanden zu gefallen. Dein Ziel sollte vielmehr sein jenen Menschen zu finden der dich für das liebt, was du bist und verkörperst. Also freue dich auf ein neues Treffen, diesmal vielleicht mit dem Menschen an dessen Seite Du, Du selbst sein kannst. Nach dem Gesetz der Wahrscheinlichkeit, bist du diesem Ziel schon wieder ein Stück näher.
  7. Jedes Treffen mit einem Menschen, der Dir gefällt, zeigt Dir auch, das es zum Glück Menschen gibt, die Dir gefallen und wenn es dieser nicht ist, dann vielleicht der Nächste, also nur Mut beim Weitersuchen.